Mittwoch, 21. März 2018 | 06:48

Zürich mit der zweithöchsten Lebensqualität weltweit

Auch 2018 kann sich Zürich als Stadt mit der zweithöchsten Lebensqualität weltweit behaupten.

Auf einen Blick: Die Top-Ten des Mercer «Quality of Living»-Rankings 2018 und die Platzierungen der Schweizer Städte
Auf einen Blick: Die Top-Ten des Mercer «Quality of Living»-Rankings 2018 und die Platzierungen der Schweizer Städte

Besser ist die Lebensqualität nur noch in Wien, das zum neunten Mal in Folge den ersten Platz im Ranking belegt. Auf Wien und Zürich folgen Auckland und München auf Rang 3. Den letzten Platz belegt wie auch in den Vorjahren Bagdad. Zu diesem Ergebnis kommt die jährlich von der Beratungsgesellschaft Mercer durchgeführte weltweite Vergleichsstudie zur Bewertung der Lebensqualität von Expatriates in 231 Grossstädten, die in diesem Jahr bereits zum 20. Mal veröffentlicht wurde.

 

Unter den Top-Ten des Städtevergleichs finden sich mit Düsseldorf (Rang 6), Frankfurt (7), Genf (8), Kopenhagen (9) und Basel (10) in der Mehrzahl europäische Städte. Daneben sind Neuseeland und Australien mit Auckland (2) und Sydney (10) vertreten. Hinzu kommt Kanada mit Vancouver auf Platz 5. Damit sind drei Schweizer Städte in den Top-Ten vertreten. Bern belegt im Ranking den 14. Platz. Mercer-Expertin Narcisa Chelaru erklärt «Im Vergleich der Lebensqualität der Schweizer Städte für Expatriates spielt die Tatsache, dass Zürich, Genf und Basel über einen internationalen Flughafen verfügen, eine wichtige Rolle. Darüber hinaus ist das Angebot an Freizeiteinrichtungen und internationalen Schulen etwas grösser als in Bern.»

 

Zur Beurteilung der Lebensqualität jeder Stadt wurden 39 Kriterien analysiert, die aus Sicht von Mitarbeitern, die ins Ausland entsandt wurden, eine zentrale Rolle spielen. Diese Merkmale schliessen unter anderem politische, soziale, wirtschaftliche und umweltorientierte Aspekte ein. Hinzu kommen Faktoren wie Gesundheit und Bildungsangebote.

 

Globalisierung und demografischer Wandel fordern Unternehmen heraus

«Vor dem Hintergrund der fortschreitenden Globalisierung und des demografischen Wandels wird die Gewinnung und Bindung der richtigen Talente eine der wichtigsten Herausforderungen für Unternehmen in den nächsten fünf Jahren sein», sagt Ilya Bonic, Senior Partner und President des Career Business bei Mercer. «Eine Belegschaft, die immer vielfältiger wird, ist sowohl mobiler als auch digitaler ausgerichtet. Sie bringt sehr unterschiedliche Anforderungen und Wünsche im Hinblick auf Karriere und Lebensstil mit - auch hinsichtlich der Frage, wo und wie man arbeiten möchte. Unternehmen müssen diese Faktoren sowohl mit Blick auf ihre lokalen als auch ihre ausländischen Mitarbeiter berücksichtigen», so Bonic weiter.

 

Spezial-Ranking Entsorgung & Hygiene: Honolulu ist top

Wichtige Faktoren für die Lebensqualität einer Stadt sind die Entsorgung und die Hygiene. Dazu gehören neben der Abfallbeseitigung und der Abwasserinfrastruktur der Städte die Verbreitung von Infektionskrankheiten, die Luftverschmutzung sowie die Wasserverfügbarkeit und -qualität. In diesem Jahr hat Mercer ein separates Ranking zu dieser Thematik erstellt. Honolulu führt diese Rangliste an, da sich die Stadt durch hohe Standards, eine sehr gute Infrastruktur bei der Abfallbeseitigung sowie eine der besten Luftqualitäten der Welt auszeichnet. Auf Platz 2 folgen Helsinki und Ottawa. Die Schlusslichter bilden Dhaka (230) und Port au Prince (231). Zürich belegt in diesem Ranking Platz 8. Basel, Bern und Genf folgen auf Platz 14.

 

«Wie erfolgreich ein Auslandseinsatz ist, hängt vom persönlichen und beruflichen Wohlergehen des einzelnen Expatriates und dem Wohlergehen seiner Familien ab», sagt Slagin Parakatil, Principal bei Mercer und verantwortlich für die «Quality of Living» Studien. «Eine schlechte Lebensqualität kann sich erheblich auf den Lebensstil eines Expatriates auswirken. Jüngere Generationen, insbesondere Millennials, haben oft hohe Ansprüche an Lifestyle, Freizeit- und Entertainmentmöglichkeiten. Unternehmen, die Mitarbeiter entsenden, müssen sich ein vollständiges Bild von den Bedingungen vor Ort machen, um ihre Mitarbeiter ggf. angemessen für eine Verschlechterung des Lebensstandards zu entschädigen.»

 

«Organisationen, die die Eröffnung eines Büros an einem neuen Standort in Erwägung ziehen, sollten eine kurz-, mittel- und langfristige Bewertung der Infrastruktur der Stadt vornehmen. Durch die Globalisierung ist ein regelrechter Wettbewerb zwischen den Städten entstanden. Dieser fordert die Entscheidungsträger der Städte auf der ganzen Welt heraus, sich über die weltweiten Standards informiert zu halten und innovative Ideen voranzutreiben, um Menschen und Investitionen anzuziehen. Dies ist der Schlüssel zur Zukunft einer Stadt», so Parakatil weiter.

 

Europäische Städte bleiben attraktiv, aber Schwellenländer holen auf

Trotz Brexit und der damit verknüpften wirtschaftlichen Volatilität sowie weiterer politischer Unsicherheiten in der Region bieten viele europäische Städte nach wie vor die weltweit höchste Lebensqualität und bleiben auch weiterhin attraktive Ziele für Expatriates.

 

Obwohl die Städte in den Schwellenländern mit wirtschaftlichen und politischen Turbulenzen zu kämpfen haben, holen sie nach Jahrzehnten der Investitionen in Infrastruktur, Freizeiteinrichtungen und Wohnraum auf und die Anziehungskraft auf Talente und multinationale Unternehmen nimmt zu.




Mercer Schweiz AG



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