Die Ursachen der weltweiten ökonomischen, sozialen, ökokogischen und anderen Risiken sind komplex und können weit reichende Folgen für die Gesellschaft haben. Welche Auswirkungen es für den Bereich Human Resources gibt und welche Lösungsansätze denkbar sind, diskutierten HR-Fachleute bei der jüngsten Veranstaltung der International Human Resources Community of Switzerland (www.IHRC.ch) zum Thema "Risk Management". IHRC ist Teil des Netzwerkes der Zürcher Gesellschaft für Personal-Management (ZGP).
Risk Management erfordert Reflexion
Der Umgang mit globalen Risiken, die Entwicklung von Risikominderungsstrategien und die Nutzung damit verbundener Chancen sind ein zentrales Anliegen des Risk Response Network (RPN), erläuterte Carsten Sudhoff, Chief Human Resources Officer beim World Economic Forum und Leiter der International HR Community in seinem Statement. Vom World Economic Forum sei das Risk Response Network 2011 geschaffen worden, um der globalen Gemeinschaft als präventives, analytisches Rahmenwerk von hohem praktischem Nutzen zur Verbesserung des globalen Risikomanagements zu dienen. Manager aus aller Welt sollen damit eine Plattform finden, um komplexe und interdependente Risiken besser reflektieren und managen zu können.
Elaine Dezenski, Senior Director beim World Economic Forum (WEF) in Genf und stellvertretende Leiterin des Risk Response Network, sprach in ihrer Keynote ausführlich über die verschiedenen Aspekte des Risk Management. Im Dialog und in Kleingruppen erarbeiteten Teilnehmer der Veranstaltung anschliessend Merkmale für Personalmanagement und Leadership, die für die heutige und künftige Arbeit in Unternehmen entscheidend sind. Im Kern ging es dabei um die Frage, was sich verändern muss, um den globalen Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte adäquat zu begegnen.
Was sind Diplome wert?
Schon heute zeigen Veränderungen der wirtschaftlichen Bedingungen, die zunehmende Öffnung der Grenzen und veränderte demographische Strukturen ihre Auswirkungen. Migrationspolitik, Verfügbarkeit von Fachkräften, Arbeitsmarktsituation oder konjunkturelle Daten seien ausschlaggebend, wenn es beispielsweise darum geht, neue Mitarbeiter zu finden, erläuterte Dzenski. Fragestellungen wie "Was sind Diplome wert?", wenn ein Bewerber aus einer Nation kommt, dessen Bildungsabschlüsse im eigenen Land nicht anerkannt sind, gehörten mittlerweile zum Alltag in Personalabteilungen. Eine Änderung der bisher üblichen Einstellungspraxis könne auch die immer älter werdende Bevölkerung mit sich bringen: Diversity könnte beispielsweise bedeuten, mögliche Vorbehalte gegenüber älteren Arbeitnehmern aufzugeben und ihnen eine Chance zu geben, ihre Talente und Erfahrungen stärker in die Unternehmenspraxis einzubringen. Ebenso erfordere der Umgang mit Neuen Medien (Xing, Facebook, Google, Twitter & co.) und mit der Generation von "Digital Natives" im Berufsleben neue Herangehensweisen.
Der nächste Report Global Risks 2012 wird am 11. Januar kommendes Jahres veröffentlicht. Weitere Informationen unter www.weforum.org/globalrisks2011. Die nächste Veranstaltung der internationalen HR-Communitiy of Switzerland findet am 27. Januar 2012 zum Thema "Schnittmenge zwischen Compliance und HR" statt.
Kontakt:
International Human Resource Community
c/o ZGP, Löwenstrasse 20, CH-8001 Zürich, Tel. + 41 44 211 95 44.
www.ihrc.ch
