Donnerstag, 12. Juli 2018 | 07:37

Millennials als Vorgesetzte: Online statt direkte Kommunikation

Manager der Millennial-Generation fördern Flexibilität am Arbeitsplatz.

Stefan Baldenweg, Senior Partner bei Korn Ferry
Stefan Baldenweg, Senior Partner bei Korn Ferry

Millennials nehmen je länger je mehr Management-Positionen ein. Die zwischen 1981 und 1996 geborenen neuen Leader greifen auf einen anderen Kommunikationsstil als ihre Vorgänger zurück: Sie kommunizieren am häufigsten über Online-Messaging-Dienste mit ihren Mitarbeitenden. Dies zeigt eine Untersuchung von Korn Ferry (NYSE:KFY), dem weltweit führenden Personalberatungsunternehmen für die Rekrutierung und Entwicklung von Führungskräften.

 

In der Untersuchung wurden mehr als 1'500 Arbeitnehmende zur Kommunikation zwischen  Millennial-Managern und ihren direkt unterstellten Mitarbeitenden befragt. 55% gaben an, dass Online-Messaging die gebräuchlichste Kommunikationsform ist, gefolgt von E-Mail, das von 28% als häufigste Form identifiziert wurde. Lediglich 14% der Befragten gaben an, dass der bevorzugte Kommunikationsweg das persönliche Vier-Augen-Gespräch ist. Abgeschlagen mit 3% folgt die Kommunikation via Telefon.

 

Gestalten der Unternehmenskultur

«Die Art und Weise wie die Vorgesetzten mit ihren Mitarbeitenden kommunizieren hat enorme Auswirkungen auf die Unternehmenskultur», sagt Stefan Baldenweg, Senior Partner bei Korn Ferry. Die Untersuchung von Korn Ferry zeigt, dass Millennials in Bewerbungsgesprächen für Management-Positionen das Hinterlassen ihres Fussabdrucks in der Unternehmenskultur als wichtigsten Grund für die Bewerbung identifizieren. Der Lohn ist unwichtig. «Millennials sind mit Screens aufgewachsen. Seit Geburt ist dies ihre primäre Interaktionsform. Online-Messaging und E-Mail sind zwar wirksame und effiziente Kommunikationsinstrumente. Die Kommunikation von Angesicht zu Angesicht ist jedoch nötig, um eine integrative Unternehmenskultur aufzubauen.»

 

Flexibler Arbeitsplatz

Im Rahmen der Untersuchung von Korn Ferry wurden die Personen gefragt, was Millennial-Manager am besten tun und was sie optimieren könnten. 65% gaben als beste Eigenschaft der Millennial-Chefs an, dass diese Flexibilität am Arbeitsplatz fördern.

 

Der Führungsstil der Millennials wird nicht nur positiv bewertet. 29% der befragten Personen fanden, dass Millennial-Manager persönlicher kommunizieren sollten. Weitere 27% gaben an, dass die Millennials ihre eigenen Chefs besser informieren könnten. 70% der befragten Personen waren der Meinung, dass Manager der Generation X und der Baby Boomer härter als ihre jüngeren Arbeitskollegen arbeiten würden.

 

Dynamische Kultur

Millennials werden jedoch als qualifizierte Vorgesetzte angesehen. 75% der Befragten gaben an, dass Millennials ihre Managerposten verdient hätten. «Mitglieder der Millennial-Generation beweisen sich durch ihre eigenständige Arbeitsweise», sagt Stefan Baldenweg. «Sie zeichnen sich durch einen Management-Stil aus, der sich von demjenigen anderer Generationen unterscheidet. Unternehmen tun gut daran, die dynamische Kultur der Millennials einzuführen, statt die Neuerungen zu bekämpfen. Nur so sind sie erfolgreich.»

 

Transparente Kommunikation

Für Manager der Millennial-Generation ist entscheidend, einen klaren Beförderungsweg zu sehen. Dies unterscheidet sie von den Führungskräften der Generation X und der Baby Boomer. Mit 74% gaben knapp drei Viertel der befragten Personen an, dass es für Millennials wichtig ist, die kommenden Beförderungsschritte klar vor sich zu sehen.

 

«Millennials schätzen transparente Kommunikation und offenes Feedback. Unternehmen, die auf der Suche nach den besten und intelligentesten Köpfen der Millennial-Generation sind, sollten die Karrieremöglichkeiten klar aufzuzeigen», erklärt Stefan Baldenweg von Korn Ferry.


Korn Ferry



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