Erstmalige Durchführung der «Master-Messe»
Montag, 21. November 2011 | 14:21

Licht im Ausbildungsdschungel

Mit der erstmaligen Durchführung der Master-Messe in den Räumen des World-Trade-Centers in Zürich-Oerlikon bietet der Employer-Branding-Spezialist Together die Chance, mehr Transparenz im Ausbildungsbereich der Hochschulen zu schaffen. An der vom 9. und 10. November durchgeführten Messe kamen 1400 Interessierte mit Vertretern von 23 Hochschulen ins Gespräch.

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Mit dem Bachelor-Abschluss in der Tasche sind zwar Abgänger von Fachhochschulen in der Schweiz arbeitsmarktfähig. Doch manche möchten ihr Fachwissen weiter vertiefen und streben eine höhere Qualifizierung an. Die so genannten Bologna-Reform ermöglicht Hochschulen die Möglichkeit, sich den Studierenden sich als attraktiver Anbieter von Masterstudiengängen zu präsentieren. Somit kann die Qualifizierung «Bachelor» zur Schnittstelle zwischen zwei Studiengängen werden. «Die Karten werden damit neu gemischt», sagt Rolf Sonderegger, Co-Geschäftsführer von Together AG. Das Unternehmen mit Sitz in St. Gallen unterstützt Unternehmen im Bereich Recruiting und Employer-Branding gegenüber Hochschulabsolventinnen und -absolventen. Mit der Einführung des Bologna-Systems offerieren die Hochschulen eine Vielzahl von Masterstudiengängen, deren Ziele und Inhalte für Interessierte als auch für HR-Profis in den Unternehmen kaum mehr überschaubar sind.

Mit der erstmaligen Durchführung der Master-Messe in den Hallen des World-Trade-Centers in Zürich-Oerlikon sieht Together als Veranstalter eine Chance, mehr Transparenz im Aus- und Weiterbildungsbereich zu schaffen. «Es schärft das Bewusstsein, dass es viele Möglichkeiten gibt, die Bildungsanbieter nach individuellen Gesichtspunkten zu wechseln», wie Sonderegger erklärt: «Aber so richtig verankert ist der Gedanke der Anschlussfähigkeit in eine andere Hochschule bei vielen Studierenden noch nicht.» An der anfangs November durchgeführten Messe nahmen nicht weniger als 23 Hochschulen aus der Schweiz und dem nahen Ausland (davon einige Universitäten aus dem Tessin und der Westschweiz) teil. Nicht dabei waren längst etablierte Hochschulen wie die Universitäten Zürich, Basel, Bern und St. Gallen sowie die ETH. Das Bedürfnis, für Masterstudiengänge zu werben, scheint bei den vergleichsweise noch jungen Fachhochschulen weit ausgeprägter. Allerdings ist zu bedenken, dass die meisten Masterstudiengänge der Universitäten konsekutiven Charakter haben, also inhaltlich auf Bachelor-Studiengänge aufbauen.


Unter Bedingungen anschlussfähig

Anschlussfähigkeit war zwar eine Zielvorgabe der Bologna-Reform; die Aufnahmebedingungen zu einem Masterstudium sind dann doch sehr verschieden. Es gibt also einen Informationsbedarf zu den Aufnahmebedingungen eines weiterführenden Studiums, welche durch dieses neue Messeangebot gedeckt wird.   

Die am 9. und 10. November 2011 durchgeführte Veranstaltung stiess bei Studieninteressierte auf grosses Interesse. Der Messeveranstalter zählte über 1450 Besucherinnen und Besucher, davon weit über tausend Studierende und Studieninteressierte, die vor allem tagsüber mit den Hochschulvertretern ins Gespräch kamen. Am Abend kamen auch einige Rekrutierungs- und Ausbildungsverantwortliche aus Unternehmen, die sich übers Angebot informierten. (fma) 


fma



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