Dienstag, 7. Februar 2017 | 09:11

Intranet ist Leadmedium der internen Kommunikation. 62% der Unternehmen haben eine gedruckte Mitarbeiterzeitung

Eine kürzlich abgeschlossene Umfrage bei den hundert grössten Unternehmen – bezogen auf die in der Schweiz Beschäftigten – zeigt, welche Kanäle für die Kommunikation mit den eigenen Mitarbeitenden die wichtigsten sind.

Nicht überraschend liegt das Intranet mit Abstand vorne, doch haben heute trotzdem noch 62 Prozent der Firmen eine gedruckte Mitarbeiterzeitung.
Nicht überraschend liegt das Intranet mit Abstand vorne, doch haben heute trotzdem noch 62 Prozent der Firmen eine gedruckte Mitarbeiterzeitung.

Der Perikom-Faktencheck gibt erstmalig ein akkurates Bild der Situation der internen Kommunikation in grossen Schweizer Unternehmen. Für die Umfrage wurden 150 Unternehmen angefragt. Lediglich vier unter den grössten hundert wollten keinerlei Auskünfte geben.

 

Perikom fragte in einer bewusst offenen Frage nach dem «Leadmedium» in der internen Kommunikation. Die Bandbreite der Antworten fiel breit aus: 60 Firmen gaben «Intranet» ohne genaue Spezifikation, einige wenige ergänzten und präzisierten mit «E-Mails an die Mitarbeitenden», «Online-Magazin», «Infoscreens» oder «Webcasts». Nur vier Unternehmen gaben an, mit Apps zu arbeiten oder das Intranet bereits auf die Smartphones ihrer Mitarbeiter gebracht zu haben. Auf Nachfrage ist jedoch zu erfahren, dass entsprechende Pläne bei vielen Unternehmen vorliegen.

 

Die Mitarbeiterzeitung wurde in 20 Prozent der Fälle als alleiniges Leadmedium genannt. Zählen Doppelnennungen dazu, wird die gedruckte Mitarbeiterzeitung von 40 Prozent noch als Leitmedium angesehen. Zu der Kategorie der Offline-Medien muss auch das klassische Schwarze Brett gezählt werden, das noch von fünf Firmen als Leadmedium genannt wurde.

 

Der vierte Kanal der internen Kommunikation, Face-to-face oder die unmittelbare zwischenmenschliche Kommunikation, wurde nur in fünf Fällen (Mitarbeiterinformationsveranstaltungen) genannt.

 

Verschwindet die Funktion des Verantwortlichen für interne Kommunikation?

Zusätzlich abgefragt wurde, wie viele Vollzeitstellen in Kommunikationsabteilungen für die internen Kommunikation aufgewendet werden. Dabei wurde ein Trend deutlich: Eine klare Aufgabenzuteilung nach Stakeholdern ist immer seltener anzutreffen. Häufiger werden gemischte Redaktionsteams, wo die Aufgaben für die interne Kommunikation je nach Themengebiet von verschiedenen Teammitgliedern übernommen werden (Stichwort Newsroom). Fragt man nach den aufgewendeten FTEs, so weisen nur elf Grossunternehmen einen Aufwand von mehr als fünf Stellenprozent für die interne Kommunikation aus. Der Grossteil wendet dafür eins bis zwei Mitarbeiterstellen auf.

 

Perikom-Faktencheck basiert auf Top-100-Unternehmen/Angestellte in der Schweiz

Grundlage der Studie ist die Liste der hundert grössten Unternehmen gemessen an der in der Schweiz beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Seit diese Liste von der Handelszeitung nicht mehr veröffentlicht wird, ist diese Aufstellung erst mit dem Perikom-Fakten-Check wieder greifbar. Sie basiert auf dem Mitarbeiterbestand Ende 2015.

 

Die vollständige Studie wird bestehenden Perikom-Mitgliedern kostenlos zur Verfügung gestellt. Für eine Schutzgebühr von 500 Franken kann sie bei der Perikom-Geschäftsstelle bezogen werden. Die Resultate beinhalten die Liste der 100 grössten Firmen rangiert nach der Anzahl in der Schweiz Beschäftigten, die Titel und Erscheinungsweisen der Mitarbeiterpublikationen, die Angabe zu Leadmedien und die für die interne Kommunikation beschäftigten FTEs.


Perikom



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