Sitzt der Chef oder Teamleiter jeden Abend bis Mitternacht im Büro und ernährt sich mit Vorliebe von Fast Food, muss sich niemand wundern, wenn auch die Mitarbeitenden stressgeplagt und übergewichtig sind. Solche Gewohnheiten begünstigen Erkrankungen und damit Arbeitsausfälle. Doch nicht nur erkrankten Mitarbeitenden soll besondere Aufmerksamkeit gelten, sondern auch den (noch) gesunden. Sie müssen geschützt und dazu angeleitet werden, etwas für ihre Gesundheit zu tun, bevor sie krank werden. Gesunde Mitarbeitende sind motivierter, leistungsfähiger, glücklicher und damit ein wesentlicher Erfolgsfaktor für das Unternehmen. Voraussetzung für das Gelingen gesundheitsfördernder Massnahmen ist, dass sie als Führungsaufgabe wahrgenommen und durch die Geschäftsleitung initiiert werden.
Gesundheitsförderung ein Fremdwort?
Gesunde Mitarbeitende sind motivierter und fallen im Betrieb seltener aus. Doch häufig fehlt in den Unternehmen das Bewusstsein, dass mit einfachen und zielgerichteten Massnahmen das Wohlbefinden am Arbeitsplatz gesteigert werden kann. Regelmässige Informationen zur Gesundheitsvorsorge können ein erster Schritt zur betrieblichen Gesundheitsförderung sein, wie beispielsweise die Aktion «besser gsund» beweist. Unternehmen bestellen online Gesundheitstipps und geben diese ihrer Belegschaft zehnmal jährlich ab. Besonders für kleinere und kleinste Unternehmen bietet «besser gsund» eine effiziente und kostengünstige Möglichkeit, die Mitarbeitenden für Gesundheitsthemen zu sensibilisieren. Anania Hostettler, Projektleiterin von «besser gsund», erläutert dies folgendermassen:
«Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) ist in vielen Schweizer Klein- und Mittelunternehmen kein Fremdwort mehr, bei der Umsetzung aber hapert es noch. An erster Stelle, weshalb ein Unternehmen nichts im Bereich betriebliche Gesundheit unternimmt, werden oft die fehlenden personellen und finanziellen Ressourcen genannt.» Deshalb nichts zu unternehmen, sei aber schade, denn eine Reihe von Studien habe gezeigt, dass Massnahmen zur BGF innerhalb von drei bis vier Jahren eine Verringerung der Krankheitskosten bewirken.
Tipps im Monats-Rhythmus
Deshalb bieten die Schweizer Drogerien auch 2012 wieder Gesundheitstipps für Firmen jeder Grösse und aus allen Branchen an, die zehn Mal im Jahr zu verschiedenen Themen publiziert werden. Die Gesundheitstipps - mit zahlreichen Ratschlägen und Hintergrundinformationen - können dem Lohncouvert beigelegt oder in elektronischer Form per E-Mail versandt oder im Intranet veröffentlicht werden. Zusätzlich erhalten die Empfänger zum jeweiligen Thema passende Gutscheine, die sie in der nächsten Drogerie einlösen können.
Die Gesundheitstipps behandeln Themen, die alle aus eigener Erfahrung kennen und wo guter Rat besonders nützlich ist: Immer wiederkehrend ist beispielsweise das Bedürfnis, ohne ernsthafte Grippe- und Erkältungskrankheiten durch die Wintermonate zu kommen. Die «besser gsund»-Tipps zu Immunsystem und Erkältung enthalten deshalb Wissenswertes über die Ausbreitung von Viren und die Funktionsweise des menschlichen Immunsystems, aber auch wertvolle Hinweise, wie Infektionen möglichst vermieden und die Abwehrkräfte durch richtiges Verhalten oder durch Einnahme pflanzlicher Prophylaktika gestärkt werden können. Weitere Informationen zur Aktion unter www.bessergsund.ch
