Donnerstag, 1. Juni 2017 | 11:26

Die Schweiz braucht die Besten

Ausländer an der Spitze der Schweizer Unternehmen bleiben unentbehrlich. Sie stellen, wie bei einem erstklassigen Fussballteam, die nötige Ergänzung zur eigenen Nachwuchsarbeit dar. Das ergab die Auswertung der Daten des schillingreport 2017.

Die Zahlen des schillingreport zeigen, wie wichtig es ist, dass Unternehmen ihre Talent Pipeline nachhaltig aufbauen. Photo credit: <a href="https://www.flickr.com/photos/governortomblin/30080304044/">Governor Earl Ray Tomblin</a> via <a href="http://foter.com/re/b9f8aa">Foter.com</a> / <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nd/2.0/">CC BY-ND</a>
Die Zahlen des schillingreport zeigen, wie wichtig es ist, dass Unternehmen ihre Talent Pipeline nachhaltig aufbauen. Photo credit: Governor Earl Ray Tomblin via Foter.com / CC BY-ND

Nur Teams aus den besten Spielern weltweit schaffen es in die Champions League -- das gilt in besonderem Masse für die stark vernetzte, im globalen Wettbewerb stehende Schweizer Wirtschaft. Die Daten des schillingreport 2017 zeigen, dass wieder deutlich mehr Ausländer in die Schweizer Geschäftsleitungen berufen worden sind, obwohl die Zuwanderung in die Schweiz abgenommen hat und 2016 deutlich weniger Ausländer in die Schweiz eingewandert als in den Jahren zuvor. Wie geht das zusammen? Viele der in Geschäftsleitungen Schweizer Unternehmen tätigen Ausländer leben bereits seit Jahren in der Schweiz und haben hier Karriere gemacht, besitzen jedoch noch einen ausländischen Pass.

 

Die Zahlen des schillingreport zeigen, wie wichtig es ist, dass Unternehmen ihre Talent Pipeline nachhaltig aufbauen. Denn ein Grossteil der ausländischen GL-Mitglieder stossen bereits im mittleren und oberen Management zu ihrem Schweizer Arbeitgeber. Diese entwickeln ihre Talente mit ausländischem Pass dann im eigenen Haus weiter, genauso wie sie das mit ihren Schweizer Talenten tun. Aus Unternehmensperspektive spielt die Nationalität zu diesem Zeitpunkt keine Rolle mehr.

 

Die Schweiz ist wirtschaftlich eine kleine Grossmacht, die sich weit über ihrem demografischen Grundpotenzial schlägt. Noch immer gehört sie zu den 20 grössten Volkswirtschaften der Welt -- mit nur etwas mehr als einem Promille der Weltbevölkerung! Massgeblichen Anteil daran haben seit jeher unsere innovativen und hocheffizienten Unternehmen. Guido Schilling, Managing Partner beim gleichnamigen Exexutive Search-Unternehmen kommentiert: «Dass wir die Führungsetage dieser globalen Champions mit ausländischen Spitzenkräften ergänzen, ist angesichts unseres Verhältnisses von BIP zu Bevölkerung kein neues Phänomen, sondern jahrzehntealte Tradition. Die aufgeheizte politische Debatte um die Zuwanderung in die Schweiz führte dazu, diese Unterschiede zwischen verschiedenen Ausländergruppen stark zu verwischen. Vergessen geht dabei jedoch, dass die meisten dieser Ausländer eigentlich Inländer mit ausländischem Pass sind, die seit vielen Jahren in der Schweiz leben.»


guido schilling ag



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