Donnerstag, 2. Februar 2017 | 13:55

AMAG, Nestlé und die Stadt Lausanne mit Grands Prix Suisse «Gesundheit im Unternehmen 2017» ausgezeichnet

Bereits zum 25. Mal verlieh Citizen@Work-Swiss, die Schweizer Sektion des Europäischen Netzwerk für die Förderung der Gesundheit und ökonomische Entwicklung, die Grands Prix Suisse «Gesundheit im Unternehmen».

Praxisbezogene Massnahmen mit beachtlicher Wirkung (Foto: Pexels)
Praxisbezogene Massnahmen mit beachtlicher Wirkung (Foto: Pexels)

Die mit Unterstützung von Gesundheitsförderung Schweiz, Suva und dem Bundesamt für Gesundheit vergebenen Preise gingen an AMAG, Nestlé und die Stadt Lausanne. Alle drei wurden für ihre vorbildliche Umsetzung von Gesundheitsförderungs- und Präventionsprogrammen ausgezeichnet.

 

Citizen@Work-Swiss (ehemals Europäischen Vereinigung für die Förderung der Gesundheit, AEPS) zeichnete auch dieses Jahr in Bern Unternehmen für besondere Leistungen im Bereich der betrieblichen Gesundheitsförderung aus. Die mit insgesamt 15'000 Franken dotierten Grands Prix Suisse «Gesundheit im Unternehmen» werden von Gesundheitsförderung Schweiz, Suva und dem Bundesamt für Gesundheit unterstützt und honorieren innovative Projekte, die nachweislich zu Verbesserungen der Gesundheit der Mitarbeitenden führen.

 

Praxisbezogene Massnahmen mit beachtlicher Wirkung

Das Siegerprojekt der diesjährigen Vergabe ist das Programm «nutriMenu Lausanne» der Stadt Lausanne. In deren Kantinen und Cafeterias werden jährlich rund 2,5 Millionen Mahlzeiten serviert. Als Teil des Projektes haben die Verantwortlichen einen Aktionsplan entwickelt, der vermehrt auf die Gesundheit und die Umwelt fokussiert. So wurden Obst und Gemüse vermehrt selbst angebaut und geerntet. Ein neues Ernährungskonzept kam in über 159 Schulkantinen, Berufsschulen und Cafeterias sowie in 49 Produktionsstätten und Profiküchen zur Anwendung. Das Projekt wurde von Experten eng begleitet. Dies beinhaltete unter anderem die Betreuung der zuständigen Köche und des Küchenpersonals. Diese Beratung ermöglichte den Köchen bestimmte Themen, wie zum Beispiel die Salzreduktion, die Vorbereitung ausgewogener vegetarischer Mahlzeiten oder das Kochen mit fettarmen Garmethoden zu vertiefen und anzuwenden. Gemeinsam konnten so die Mahlzeiten noch ausgewogener und somit gesünder gestaltet werden.

 

Nestle fokussiert auf betriebliche Gesundheitsförderung

Den zweiten Rang erreichte Nestlé mit verschiedenen Massnahmen im Bereich der betrieblichen Gesundheitsförderung. Der Nahrungsmittelkonzern mit rund 3'500 Mitarbeitenden in Vevey fokussierte dabei auf die Verbesserung des Abwesenheitsmanagement sowie die Stärkung der Führungskräfte. Zudem standen der adäquate Umgang mit Stress und den zur Verfügung stehenden Ressourcen sowie die systematische Gesundheitsförderung mit verschiedenen Massnahmen im Zusammenhang mit der körperlichen und geistigen Gesundheit im Zentrum. Mitarbeitende wurden nach der Rückkehr an die Arbeitsstelle speziell betreut. Eine medizinische Fachperson sorgte sich noch während der Abwesenheit um die betroffenen Personen und plante gemeinsam mit ihnen die Rückkehr an die Arbeitsstelle. Im Bereich des Stressmanagements und Burnout-Prävention wurden die Mitarbeitenden mittels des S-Tools von Gesundheitsförderung Schweiz über ihre aktuelle Befindlichkeit befragt. Über 1'000 Mitarbeitende haben daran teilgenommen. Die Auswertung der Fragen geben wertvolle Inputs für die stetige Verbesserung der Arbeitsbedingungen bei Nestlé.

 

Die Amag-Geschäftsleitung kocht für die Belegschaft

Als dritter Preisträger wurde die Amag ausgezeichnet. Der Autoimporteur hat festgestellt, dass die Mitarbeitenden zunehmend direkt am Arbeitsplatz oder vor den Gebäuden ihre mitgebrachten oder extern gekauften Fertig-Sandwiches, Schokoladenriegel und Fertig-Birchermüesli sowie zuckerhaltige Süssgetränke konsumierten. Zugleich haben sich die Mitarbeitenden über die Preise, teils über die Qualität der Mahlzeiten und die schlechte Atmosphäre im bestehenden Bistro beklagt. Als Verbesserungsmassnahme wurde das Bistro umgebaut. Anschliessend wurde ein Gesundheitskoch eingestellt und das Verpflegungsangebot zusammen mit Mitarbeitenden überarbeitet. Ungesunde, sehr kalorienreiche Angebote wurden reduziert und durch Gerichte mit regionalen und saisonalen Frischprodukten ersetzt. Im vergangenen Jahr kochte in jedem Monat ein Geschäftsleitungsmitglied sein Chefmenü zusammen mit dem Gesundheitskoch und serviert es dem Personal im Bistro. Das Siegermenü, welches durch die Mitarbeitenden bestimmt wurde, wird 2017 für ein Jahr auf der Speisekarte aufgenommen. Dieses Jahr haben die Mitarbeitenden ausserdem die Möglichkeit, einen Vorschlag für ein Gesundheitsmenü einzureichen.


Citizen@Work-Swiss | Schweizer Sektion des Europäischen Netzwerk für die Förderung der Gesundheit und ökonomische Entwicklung



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