Mittwoch, 7. Juni 2017 | 12:05

«Zur Zeit sind wir bei Bildung 1.0 und Wirtschaft 4.0»

Am 1. Juni fand an der HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich die Podiumsdiskussion HWZ-Arena unter dem Titel «Berufe der Zukunft» statt.

Matthias Mölleney, HWZ, Sybille Sachs, HWZ, Filip Schwarz, CEO Ifolor, Jörg Aebischer, Geschäftsführer ICT-Berufsbildung Schweiz, Barbara Aeschlimann, Vorstand ZGP, Rolf Pfeifer, Professor für Artificial Intelligence Osaka University
Matthias Mölleney, HWZ, Sybille Sachs, HWZ, Filip Schwarz, CEO Ifolor, Jörg Aebischer, Geschäftsführer ICT-Berufsbildung Schweiz, Barbara Aeschlimann, Vorstand ZGP, Rolf Pfeifer, Professor für Artificial Intelligence Osaka University

Experten aus Wissenschaft und Praxis diskutierten, was Unternehmen, Bildungsinstitutionen und Arbeitnehmende dazu beitragen können, damit die Digitalisierung eine Chance und keine Gefahr für die Schweiz wird.

 

Die Digitalisierung verändert die gesamte Arbeitswelt und alle Berufsbilder. Doch was bedeutet dieser Wandel für die Gesellschaft? Welche Jobs gibt es in zehn Jahren noch? Diesen Fragen gingen an der Podiumsdiskussion der HWZ Hochschule für Wirtschaft in Zürich Barbara Aeschlimann, Vorstand der ZGP Zürcher Gesellschaft für Personal-Management, Jörg Aebischer, Geschäftsführer ICT-Berufsbildung Schweiz, Rolf Pfeifer, Professor für Artificial Intelligence Osaka University und Filip Schwarz, CEO Ifolor unter der Moderation von Matthias Mölleney, Leiter des Centers for Human Resources Management & Leadership der HWZ, nach.

 

Ausblick auf Basis von Forschungsergebnissen

In einem Inputreferat zeigte Prof. Dr. Sybille Sachs, Forschungsleiterin der HWZ, den rund 150 Teilnehmern auf, welche Berufsbilder voraussichtlich von der Digitalisierung am meisten betroffen sein werden. Abschliessend formulierte sie drei Thesen, die als Diskussionsgrundlage dienten: So bedarf es für den digitalen Wandel Change Agents, denn einen Chief Digital Officer zu installieren sei beispielsweise nicht ausreichend. Neue Anreizsysteme müssen geschaffen werden, die auch Neugierde und Experimentierfreude fördern. Und schliesslich stehe der Mensch wieder im Fokus, da er - im Gegensatz zur künstlichen Intelligenz - über soziale und kreative Fähigkeiten verfüge. Filip Schwarz teilte diese Einschätzung und führte aus, dass die idealen Arbeitnehmenden nicht nur Maschinen bedienen, sondern auch wie ein Mensch denken können.

 

Künftliche Intelligenz ist ein Hilfsmittel

«Artificial Intelligence ist ein Werkzeug, das viel leisten kann und beeindruckend ist, aber vor dem man keine Angst haben muss» fasste Rolf Pfeifer zusammen. Einen Vorteil der künstlichen Intelligenz bzw. von Algorithmen sei, dass sie frei von Vorurteilen seien und damit für Menschen neue Perspektiven eröffnen können, meinte er weiter. Barbara Aeschlimann sieht hier auch eine Chance für den Bewerbungsprozess, um allfällige Voreingenommenheit von Unternehmen zu mindern.

 

Künftige Anreize und Voraussetzungen

Für sich wandelnde Berufe braucht es neue Anreizsysteme. Dieser Wechsel vollziehe sich zum Teil schon, so Ifolor-CEO Filip Schwarz. Er sieht die Unternehmer in der Verantwortung: «Man muss extrem gute Arbeitsverhältnisse und Wohlbefinden als Gegenzug zur Unsicherheit schaffen.»

 

Auch der Bildungsektor ist gefordert. Aebischer ortet Nachholbedarf: «Zur Zeit sind wir bei Wirtschaft 4.0 und bei der Bildung noch bei 1.0».

 

Mehr dazu hier: https://fh-hwz.ch/news/zur-zeit-sind-wir-bei-bildung-1-0-und-wirtschaft-4-0/


Hochschule für Wirtschaft Zürich



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